Nepal war für uns Liebe auf den ersten Schritt und der Annapurna Base Camp Trek eines der intensivsten Abenteuer unserer Weltreise. Körperlich fordernd, emotional reich und voll unerwarteter Wendungen.
📍 Warum ABC?
Wir hatten eigentlich ganz andere Pläne: Everest Base Camp? Annapurna Circuit? Klingt alles super, aber im Winter?
- ❄️ EBC-Flüge wurden wegen Schlechtwetter gestrichen.
- ⛔ Der Pass beim Annapurna Circuit war gesperrt.
Der ABC Trek war die beste Entscheidung. Machbar, spektakulär und letztlich genau das, was wir gesucht haben.
🥾 Die Route auf einen Blick
- Dauer: 9 Tage
- Startpunkt: Nayapul bzw. Siwai
- Höchster Punkt: Annapurna Base Camp (4.130 m)
- Trekking-Level: Mittel bis anspruchsvoll
- Begleitung: Mit unserem Guide Kumar
- Kosten: 450 € p. P. – alles inklusive (Essen, Unterkunft, Permits, Guide, Trekkingstöcke)
- Besonderheit: Wir hatten keinen Porter dabei – unser Gepäck haben wir selbst getragen, bewusst aufs Minimum reduziert.
Unser ABC-Trek in 5 Kapiteln
1. Grün, nass, wunderschön – der Einstieg
Von tropischen Tälern durch dichten Dschungel, vorbei an Wasserfällen, Reisfeldern und endlosen Steinstufen. Der Anfang war abwechslungsreich. Auch anstrengend: Nepali Flat heißt eigentlich nur „es geht ständig bergauf oder bergab“.
Und dann: Zeckenbiss bei Adriana. Zum Glück früh entdeckt, aber der Schreck war real. Willkommen im Himalaya.
2. Kälte, Regen und unser Guide Kumar
Mit jedem Höhenmeter wurde es kühler. Die Teehäuser waren schlicht, aber charmant. Keine Heizung, aber immer heißer Tee.
Kumar, unser Guide, war Wander-Philosoph, Mutmacher und Bergfreund in einem. Wir liefen als Dreierteam bis zu dem Abend in Deurali…
3. Lawinen in der Nacht – und plötzlich waren wir viele
In Deurali krachte es. Lawinen gingen rechts und links neben unserem Teehaus nieder. Niemand durfte das Gebäude verlassen.
Und genau in dieser Nacht – als wir alle im selben Boot saßen – entstand etwas Besonderes: Unsere Bergfamilie. Am nächsten Morgen liefen wir die gefährliche Passage gemeinsam, geführt von Kumar, mit klopfendem Herzen und echtem Teamgeist.
4. Annapurna Base Camp – Gänsehaut auf 4.130 Metern
Der letzte Aufstieg war zäh. Aber dann standen wir da: Umringt von schneebedeckten Himalaya-Gipfeln. Eingehüllt in Stille, Schnee und ganz, ganz viel Gänsehaut.
5. Der Rückweg: Krämpfe, Schnee und heiße Quellen
Runter ist nicht leichter. Adriana kämpfte mit Magenkrämpfen, die Wege waren matschig und verschneit, aber wir hielten durch.
Und dann: Jhinu Danda. Heiße Quellen. Erste Dusche nach acht Tagen. Klingt banal, war himmlisch.
🧭 Tipps für deinen ABC-Trek
- Warum mit Guide? Kumar war nicht nur hilfreich, er war essenziell. Ohne ihn hätten wir Lawinen und Routenänderungen nie so souverän gemeistert.
- Inklusive im Preis (450 €): Guide, Unterkünfte, drei Mahlzeiten am Tag, Trekkingstöcke, Permits – alles organisiert.
- Beste Reisezeit: März–Mai & Oktober–November. Wir waren im Februar mit Schnee, wenig Tourismus und echtem Abenteuerfaktor.
- Ohne Porter: Wir haben alles selbst getragen und bewusst aufs Nötigste reduziert.
- Höhenkrankheit: Geht langsam, trinkt viel, hört auf euren Körper.
💬 Unser Fazit
Der Annapurna Base Camp Trek war mehr als eine Wanderung. Er war eine Reise zu uns selbst und zu Menschen, die wir sonst nie getroffen hätten.
Von Lawinen-Nächten bis Quellenglück – diese 9 Tage haben sich tief in unser Herz gebrannt.
👉 Hast du auch schon mal eine Mehrtageswanderung gemacht? Oder steht Nepal auf deiner Bucketlist? Schreib uns gern auf Instagram: @lettersfromluri
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